Wie erstellt man ein sicheres Passwort?
Passwörter werden im Browser erzeugt und nirgendwohin übertragen
Das größte Problem an einem sicheren Passwort ist es, es sich zu merken. Ich bezweifle, dass viele Menschen Gebilde wie @ivrC8#4u_B8 im Kopf behalten. Aber aus der Schule ist uns allen der eine oder andere Vers geblieben, der schwierige Regeln leichter gemacht hat. Warum sollte derselbe Trick nicht auch bei einem Passwort funktionieren?
Erzeuge ein paar Passwörter und behalte jenes, zu dem dir ein Satz einfällt, den du dir bildlich vorstellen kannst. Zum Beispiel dieses, 46v7n1hWOW. Bei mir kommt dabei etwas ziemlich Absurdes heraus, 46 Vögel, 7 Nüsse, 1 Hamster und WOW (World of Warcraft). Der Satz darf völlig unsinnig sein, wichtig ist nur, dass er hängen bleibt.
Es gibt noch einen Weg, nämlich von einem bekannten Satz oder einem Vers auszugehen und daraus ein sicheres Passwort zu bauen.
Erste Variante, ein Passwort aus den Anfangsbuchstaben der Wörter. Nehmen wir den Beginn von Goethes Erlkönig, „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?“. Die Anfangsbuchstaben ergeben wrssdnuw. Ein Passwort aus lauter Buchstaben ist nicht sicher, erst recht nicht, wenn alle klein geschrieben sind, also machen wir es schwieriger. Wir übernehmen Großschreibung und Satzzeichen genau so, wie sie im Zitat stehen, und erhalten WrssdNuW?. Das Passwort wird besser, reicht aber noch nicht. Jetzt kommen Sonderzeichen und Ziffern dazu, und zwar so, dass es merkbar bleibt. Für die Präposition setzen wir #, für die Konjunktion &. Weil es ein Zitat ist, stellen wir Anführungszeichen an Anfang und Ende. Und um es demjenigen, der es knacken will, endgültig zu verderben, schreiben wir nach dem zweiten Buchstaben eine 8. Heraus kommt „W8rss#N&W?“.
Das ist nun wirklich ein sicheres Passwort, denn es hat mehr als 10 Zeichen und vereint Buchstaben in beiden Schreibweisen, Ziffern und Sonderzeichen.
Den Satz kann man auch anders verarbeiten. Wir nehmen den Anfang eines Satzes, den wir auswendig können, und haben zunächst ein noch unsicheres Passwort, werreitetsospaet. Und dann fangen wir an zu „zaubern“. Ein paar Buchstaben ersetzen wir durch Sonderzeichen, wobei die naheliegenden Ersetzungen (a durch @, o durch 0, s durch $) den Knackprogrammen seit Jahren bekannt sind und nichts bringen. Zur Verstärkung streuen wir ein paar Ziffern dort ein, wo sich Vokale häufen, und dazu einen Großbuchstaben. Heraus kommt so etwas, w3rreitEt/so5spaet.